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Schluss mit Stäbchen

Tokio Nikko Chinesische Mauer

Oha, dies ist also nun der 20. und letzte Reisebericht, aber wie soll ich diese 6,5 unglaublichen Wochen in Japan und China nur zusammenfassen? Es waren auf jeden Fall andere Welten, verglichen mit Deutschland und auch untereinander sind die Gegensätze ennorm. Über beide Länder wusste ich nicht viel – und während Japan mich positiv überrascht hat, fand ich China eher abstoßend. Auch hier gibt es wunderschöne Ecken, aber das Land ist einfach sehr anstrengend (Trotzdem möchte ich die Erfahrungen nicht missen – China ist in der Welt nicht ganz unwichtig und man kann das Land nur verstehen, wenn man es erlebt hat, ansatzweise zumindest…).

Ich hoffe, dass ich Euch durch meine Berichte ein wenig auf meine Reise mitnehmen konnte. Mir hat das Schreiben auf jeden Fall Spaß gemacht und geholfen, die ganzen Eindrücke zu kanalisieren, die auf mich niedergeprasselt sind (und viele meiner Sätze werden jetzt beginnen mit „Also in Japan/China….“) ;)

Mao-Tor Buddha von Leshan Hongkong

Die Sachen sind gepackt und der Laptop wird jetzt zugeklappt! Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und das viele positive Feeback :) Es war mir ein Vergnügen, Euch zu unterhalten. Aber nicht umsonst habe ich auch Lehrerblut in mir, HEFTE RAUS, WIR SCHREIBEN EINEN TEST! Schauen wir mal, ob Ihr auch was gelernt habt (und es gibt auch was zu gewinnen, siehe unten):

Nur sechs der folgenden 14 Aussagen sind richtig. Welche?

a) In Japan trinkt man Grünen Tee, in China hauptsächlich schwarzen.
b) Schlange ist ein chinesisches Sternzeichen.
c) Geishas sucht man heutzutage in Japan vergeblich.
d) Der Buddha von Leshan ist der größte der Welt.
e) Es gibt 23 Milllionen mehr Frauen in China als Männer.
f) Auf eine ordentliche chinesische Obstplatte gehören Tomaten.
g) Die Japaner sind besessener vom Fotografieren als die Chinesen.
h) In vielen chinesischen Gebäuden gibt es keine achte Etage.
i) Kobe-Rind ist so lecker, weil die Rinder täglich massiert werden.
j) Japan und Hongkong sind tolle Reiseziele.
k) Mao-Souvenirs sind in China verboten.
l) Japaner sind leise und höflich, Chinesen laut und ungehobelt.
m) Hongkong ist sehr grün und hat viele Inseln.
n) Japanische Mädels haben O-Beine.

Für alle mit sechs richtigen Antworten gibt es Tee*, für alle anderen Teilnehmer auch**. ***

* Köstlicher Tee original aus China mitgeschleppt.
** Teebeutel von Lidl.
*** Es erfolgt kein Versand per Post, sondern nur persönliche Übergabe in kleinen Tüten verpackt an einer dunklen Ecke im Park.

Einsendungen bitte per Mail, Einsendeschluss ist der 23.11.2008, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, denn ich bin bestechlich.

Und jetzt bitte ich um Reintegration in die deutsche Gesellschaft (Das Spucken hab ich mir schon fast wieder abgewöhnt!) und zahlreiche Treffen zwecks Austausch von Informationen über die letzten Wochen bei Euch!

Es freut sich Christiane

Auflösung: Die richtigen Antworten sind natürlich b, d, f, j, l und m (und klar ist das subjektiv geprägt!).

Das Leben genießen!

Reiseinfos China

20 Uhr in Hongkong

Voller Vorfreude auf Hongkong bekam ich von einem Schulfreund, der vier Jahre hier gelebt hat, folgende Tipps, was ich in der Stadt neben der Touri-Highlights noch machen sollte:
- Auf die Insel Hainan fliegen (1:30 Stunden entfernt).
- Auf die Philippinen fliegen (2:40 Stunden).
- Nach Taiwan fliegen (1:30 Stunden).

Also nix wie weg aus Hongkong? Meine ängstliche Nachfrage wurde leider nicht beantwortet. Zum Glück haben sich aber meine literarischen Quellen als richtig erwiesen und ich hatte hier eine tolle Zeit und Ihr solltet Hongkong auf Eure Reiseliste setzen und beim nächsten Stopover ein paar Tage bleiben (Es hat doch nicht etwa irgendjemand den Rest von China notiert?!?). Hongkong ist auch China, aber auch nicht. Die über 150 Jahre als britische Kolonie hatten guten Einfluss und auch heute genießt die Stadt als Sonderverwaltungszone viel Autonomie.

Mit seiner herrlichen Skyline und dem und geschäftigen Treiben hat Hongkong auf jeden Fall etwas von New York und von den Fähren, die zwischen den Inseln pendeln (262 und eine Halbinsel), hat man eine tolle Aussicht.

Star Ferry über den Viktoria Harbour Blick vom Viktoria Peak Doppeldecker-Strassenbahn

Gegensätze Mittendrin Dämmerung

Meine Lieblingszeit hier ist allerdings 20 Uhr, dann startet „A Symphony of Lights“, die weltweit größte permanente Licht- und Soundshow, die 40 Gebäude auf beiden Seiten des Victoria Harbour einschließt, die mit Musikuntermalung für 20 Minuten in allen Regenbogenfarben um die Wette leuchten und blinken und Laserstrahlen in den Himmel schicken. Toll! (Fotos zeigen „nur“ die Skyline bei Nacht.)

Blick nach Hongkong Island Jackie Chan Blick vom Victoria Peak

Interessant fand ich übrigens die halsbrecherische Weise, wie die Hochhäuser hier gebaut werden – mit Gerüsten aus Bambusstangen, die einfach mit Plastikschnüren miteinander verbunden werden!

Wolkenkratzer mit Bambus-Gerüst Arbeiter auf Bambus-Gerüst

Hat man genug von Großstadt, kann man übrigens den Wolkenkratzern innerhalb von 30 Minuten entfliehen, denn 75% von Hongkong sind Grünfläche und so gibt es tolle Berge und Wälder zum Wandern oder diverse Strände (das Klima hier ist subtropisch). An einem Strand wollte ein Typ meine Füße fotografieren „für ein wissenschaftliches Projekt“. NA SICHER und ich bin der Kaiser von China…

Strand von Lantau Buddha auf Lantau Kirchenruine auf Macao

Andere komische Typen kann man übrigens im Park direkt neben meinem Hotel beobachten. Hierher führen Vogelbesitzer Ihre kleinen Lieblinge in ihrem Bauer aus, damit diese sich auch mal mit anderen Vögeln unterhalten können. Sachen gibt’s… (und wieso sind diese Vogelbesitzer alle männlich, dumme Wortspiele mal ausgeschlossen?). Wer andere Haustiere bevorzugt, kann sich nebenan z.B. eine Tüte Fisch schnappen…

Vogelpark Fischmarkt

Findet es selbst heraus und kommt nach Hongkong! Ach, verdammt gut shoppen kann man hier übrigens auch noch (Wer kommt mich mit einem leeren Koffer abholen?). An allen Ecken locken bunte Werbetafeln (die höchste Leuchtreklamedichte, die ich je gesehen habe…).

Leuchtreklame in Mong Kok Markt in Mong Kok

Christiane, die sich über diesen krönenden Abschluss der Reise freut (Achtung, der letzte Artikel steht vor der Tür!)

Reiseinfos China

Was glaubst Du?

Ich bin eine Schlange und bevor Ihr mir einen doofen Kommentar dazu schreibt, schaut erstmal, welches nette Tier laut chinesischem Horoskop Ihr seid und welche Charaktereigenschaften das nach sich zieht (unter Beachtung der Tatsache, dass alle im selben Jahr geborenen angeblich gleich sind).

Chinesisches Horoskop

Als Horoskop-Schreiber hier muss man ganz schön aufpassen, dass sich das chinesische nicht mit dem anderen Horoskop widerspricht, das steht nämlich in der Zeitung direkt daneben. Auch sonst kann man hier in Hongkong allerlei zum Thema (Aber)glauben beobachten:

Willst Du wissen, was die Zukunft bringt? Dann befragt man hier nicht nur sein Horoskop, in Tempeln helfen auch gern Wahrsager. Oder man nimmt sich eine runde Schachtel mit 100 Holzstäben drin und schüttelt sie während des Betens solange, bis ein Stab herausfällt, der dann für ein bestimmtes Schicksal steht.

Zum Wahrsager

Tempel sind hier übrigens sehr leicht zu finden – einfach Richtung Rauchschwaden gehen. Der Chinese zündet zur Erhörung seiner Gebete die Räucherstäbchen entweder im 100er-Pack an, nimmt Riesen“stäbchen“ (das Foto kennen wir schon) oder in Hongkong auch gern ein Spirale, die 10 Tage brennt. Kein Wunder, dass die Arbeiter auf dem Gelände Mundschutz tragen!

Smogalarm im Tempel Räuchersäulen Räucherspiralen

Wie bereits erwähnt sind Brücken hier oft in Zickzackform, um das Böse nicht durchzulassen, das nämlich nur geradeaus gehen kann.

Zickzack-Brücke

Zeigt Dein Bett in Richtung Tür? Kein Wunder, dass Du nicht schlafen kannst! Das ist nämlich schlechtes Feng Shui (wörtlich „Wind und Wasser“, die richtige Anordnung von Objekten in Harmonie mit der Natur), denn so werden Tote aus dem Raum getragen. Also Bett umstellen!

Hongkong ist die Hochburg des Feng Shui, denn viele Meister wanderten wegen des Verbotes der Lehre durch Mao hierher aus. So kann man zum Beispiel dieses Haus bewundern:

Haus mit gutem Feng Shui

Das Loch dient nicht etwa der Dekoration, sondern soll dem Drachen, der im Berg hinter dem Haus lebt, freien Zugang zum Meer vor dem Haus ermöglichen. Denn gerade feuerspeiende Drachen müssen ab und zu was trinken, sonst werden sie böse!

In Hongkong wird quasi nichts gebaut, ohne einen der über zehntausend Feng Shui-Berater zu konsultieren, das kann man auch an der Liste von Disneyland Hongkong sehen, die ihren Haupteingang für maximale Energie- und Besucherströme extra nochmal um 12 Grad gedreht haben. Auch andere wichtige Regeln wurden beachtet, z.B. zu Zahlen und Farben:

Wer in Hongkong in der dritten Etage auf die Rolltreppe steigt, kommt auf der fünften Etage raus:

Etagen 2, 3 und 5

Die Zahl „Vier“ klingt auf Chinesisch nämlich so ähnlich wie „Tod“ und wird daher tunlichst vermieden (die arme Vier, ich find es eine schöne Zahl!). Sehr hoch angesehen ist dafür die Acht (ähnlich „Reichtum“ – die Olympischen Spiele begannen daher am 08.08.08 und tausende Chinesen haben sich an diesem Tag das Ja-Wort gegeben (z.B. im Großen Sall in Disneyland auf 888 Quadratmetern). Mehr zur Bedeutung von Zahlen

Wer übrigens in China nach Preisen fragt und denkt, er könne die Antwort in Zeichensprache verstehen, irrt sich (wie wir merken mussten), z.B. stehen überkreuzte Zeigefinger für „Zehn“, Daumen und Zeigefinger gespreizt bedeutet „Acht“ usw.). Uff!

Die Lieblingsfarbe der Chinesen ist Rot (meine auch!), denn sie steht für Freude, Glück und Wohlstand. Man sieht Rot überall, auch alle Glücksbringer haben rote Bänder und Schleifen und in der Zeitung wird zum Beispiel betont, dass Staatsmänner bei einem Treffen rote Krawatten trugen und Vereinbarungen in roten Mappen unterzeichnet haben (und zwar acht). Bei Trauerfeiern trägt man hier Weiß und grüne Hüte wird man hier bei Männern vergeblich suchen (da sie früher bedeuteten, dass sie Zuhälter und ihre Frauen Prostituierte sind) und so kann man auch im Disneyland keine grünen Caps kaufen, ebensowenig wie Uhren („eine Uhr geben“ klingt fast genauso wie „zu einer Beerdigung gehen“). Mehr zur Bedeutung der Farben

Du suchst in China eine Bank? Dann halte Ausschau nach Löwen, denn diese stehen als Bewacher des Geldes immer vor dem Eingang (sonst würde kein Chinese dieser Bank sein Geld anvertrauen):

Löwen vor einer Bankfiliale

Beim Essen achten die Chinesen sehr auf das Gleichgewicht von Yin & Yang (sauer und süß, heiß und kalt, Wasser und Feuer) und natürlich ziehen sich diese beiden, sich gegensätzlichen und ergänzenden Prinzipien auch durch alle anderen Bereiche des Lebens (weiblich und männlich, hell und dunkel, Himmel und Erde, Leben und Tod, Trauer und Glück usw.).

Yin und Yang

Es geht Dir nicht gut? Auch hier kann Dir leicht geholfen werden. Die Händler in Hongkong bieten allerlei Heil- und Potenzmittelchen an, von „harmlosen“ Dingen wie Schildkrötenpanzern, Vogelnestern und getrockneten Echsen bis hin zu Hirschembrios und Dinosaurierzähnen (und das sind nur die Dinger, die ich gesehen habe!). Da wird man doch schon beim Anblick wieder gesund, oder?

Echsen im Doppelpack Dinosaurierzähne Hirschembrios Medizin

In diesem Sinne immer eine gute Gesundheit wünscht Euch

Christiane

Reiseinfos China

Verboten!

Hallo Ihr Lieben,

ich bin wieder versöhnt mit der Welt, Hongkong ist wunderbar und ein guter Abschluss für meine Reise (Nicole hat mich schon Richtung Stockholm verlassen! Ich sag Euch, ich war heilfroh, in diesem verrückten Land nicht allein zu sein). Aber in dieser echten Weltstadt sind endlich wieder zivilisierte Menschen und im Gegensatz zu „Festland-China“ fühlt man sich auch gleich viel freier.

Das fängt schon damit an, dass ich endlich wieder ohne faule Umwege auf meinen Blog zugreifen kann. Das mag für Euch schlecht nachvollziehbar sein, aber für mich war das ein großer Schock. Ich dachte, es werden nur sehr radikale systemkritische Seiten gesperrt, die mich eh nicht interessieren. Aber gleich die erste URL, die ich eingegeben habe und alle Blogs, das ist schon krass.

Weiter geht es damit, dass alle E-Mails gescannt werden (Postkarten sicher auch, also wundert Euch nicht, wenn keine ankommt), die Freundin einer Mitreisenden bekam beispielsweise eine Ihrer E-Mails als Ausdruck vorgelegt, als sie irgendwas beantragen wollte).

Lonely Planets kann man hier (wenn überhaupt) nur mit geschwärzten Stellen kaufen (es werden einige kritische Themen wie Tibet kurz erwähnt). An manchen Grenzen werden die Bücher gar direkt konfisziert. (!!) Und so ohne Reiseführer steht man als selbstorganisierter Reisender echt hilflos da…

Zwar wird behauptet, die Presse wäre frei, aber mit all dem wird natürlich Angst geschürt und das führt alles zu einer Selbstzensur, d.h. man sieht davon ab, Kritisches zu schreiben (selbst ich habe das schon gemerkt).

Zeitungsleser auf der StraßeIch habe außerhalb Hongkongs nur einmal eine Zeitung gelesen, die war voller Wischiwaschi, wie toll China doch sei. Beispielsweise wurde geschrieben, wie super die Chinesen beim Peking-Marathon abgeschnitten haben. Dass aber wahre Weltstars wie Haile Gebrselassie sich jedoch weigern, wegen des Smogs hier überhaupt anzutreten, bleibt unerwähnt. Zum Thema Umwelt stand ein paar Seiten weiter nur, dass China bei einer Konferenz den anderen Staaten erstmal erklärt hat, dass ihr CO2-Ausstoß pro Kopf viel geringer sei (kein Wunder) und sie sich daher gar nichts sagen lassen (der Smog ist wirklich, wirklich schlimm in Chinas Städten, siehe Foto von Peking). Und und und…

Quasi alle öffentlichen Orte, Straßen usw. sind videoüberwacht. Überall gibt es Polizisten, Soldaten oder sonstige Ordnungskräfte (auf den Autobahnen auch gern mal aus Pappe, was besonders im Dunkeln gruselig ist).

Mehrmals haben wir übrigens gesehen, wie das Personal z.B. in Restaurants oder am Flughafen die Schicht startet. Alle müssen in ihrer Uniform antreten (im Gleichschritt einmarschieren), die Namen werden kontrolliert und dann werden sie erstmal vom Chef mit lauter Stimme eingenordet (allerdings ist dann auch die Servicequalität ausnahmsweise gut).

Insgesamt fand ich das alles wirklich beklemmmend und ich bin froh, dass ich nicht in einem solchen Land leben muss (vielleicht ein später Einblick in das Leben in der DDR?). Nach Außen wollen sie natürlich glänzen (Bei den Olympischen Spielen war noch nicht mal das Wetter echt).

Nun ist es sicher nicht so leicht, ein so riesiges Land zu regieren und den Sack Flöhe zu hüten – daran haben sich ja einige Staatsmänner schon mehr oder weniger erfolgreich dran versucht (vor Maos Mumie fallen die Menschen aber immer noch auf die Knie und der Mao-Kult ist ungebrochen).

Mao fürs Wohnzimmer Jetzt Mao zum Sonderpreis! Mao-Uhr (Hand bewegt sich im Sekundentakt)

So langsam haben die Oberen übrigens auch mal mitbekommen, dass das Benehmen ihrer Leute zu wünschen übrig lässt und versuchen es mit allerlei Erziehungsmaßnahmen. So stehen an jeder größeren Kreuzung „Ampelmännchen“, die den Autofahrern mit Fahne und Pfeife erklären, dass man bei Rot zu halten hat (es gibt auch Werbespots im TV dazu). Die chaotische Verkehrssituation hatte ich ja schon erwähnt, das Ganze funktioniert aber erstaunlich gut und die Autos haben keine Beulen.

Bei Rot bleibe stehn... Alles verboten Verkehrschaos

In Parks usw. stehen alle paar Meter Verbotsschilder für alles Mögliche. Einige sind auch mehr oder weniger gut ins Englische übersetzt, was teilweise sehr witzig und nicht immer verständlich ist. In einem Hotelzimmer stand beispielsweise auch „Please tell staff if you want to clean the room.“. Och lass mal… Beliebt sind auch Buchstabendreher oder -fehler – aber schaut selbst:

Do not pool Love me
See to the fire Protect

Wildlife is not food Recyclable

Supermarket Museum

Und hier noch meine beiden Lieblingsschilder, Feuerlöscher in „Chinglisch“ und ein sehr überzeugendes Warnschild :)

Fireextinguisher Achtung Steinschlag

Getreu dem Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ werden in China übrigens Hotelzimmer beim Checkout direkt überprüft, (verständlich, wenn man mal den Saustall gesehen hat, den Chinesen gern hinterlassen). Ebenfalls wird am Flughafen sichergestellt, ob man auch das richtige Gepäck vom Band genommen hat.

Last but not least soll das Thema Geburtenkontrolle erwähnt werden. Die Tatsache, dass jedes Paar hier seit 1979 nur ein Kind haben darf, ist hier eine große Sache und wurde uns gegenüber auch von mehreren Chinesen thematisiert (aber nicht negativ). Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und so liegt heute die durchschnittliche Geburtenrate bei 1,7 (gesunken von 5 in den 70er Jahren). Ethnische Minderheiten dürfen beispielsweise mehr Kinder bekommen und mit rund 10.000 Euro „Strafe“ ist auch jeder andere herzlich dazu eingeladen.

Neben diverser Vorteile gibt es natürlich auch zahlreiche negative Seiten, z.B. das Rentenproblem oder die Tatsache, dass es heute schon 23 Millionen mehr Männer als Frauen gibt, weil weibliche Babys nicht so beliebt sind. Aber das ist eigentlich ein Thema für sich, für weitere Lektüre empfehle ich den Wikipedia-Artikel (ausführlicher auf Englisch). Und keine Angst, China wächst weiterhin mit 10 Millionen Chinesen pro Jahr.

Freut sich Christiane, die jetzt wieder in den Hotelpool springt juchuuuu

P.S. Hier sei auch endlich aufgeklärt, woher deutsche Startups Inspiration für Ihre Namen bekommen: auf chinesischen Busbahnhöfen!

www.dawanda.de www.xing.de

Reiseinfos China

Liebe Leser,

heute gibt es keine ekeligen und langen Berichte, sondern viele schöne Fotos aus Yunnan, der südwestlichsten Provinz Chinas. Hier war es wirklich angenehm – die Städte sind nicht ganz so groß und je weiter man nach Süden kommt, umso bergiger und grüner wird es. Ganz toll waren die Reisterrassen rund um Yuanyang, deren Anblick wir uns nach acht Stunden Busfahrt mit spuckenden und quarzenden Chinesen redlich verdient hatten :)

Reisterrassen bei Sonnenaufgang

In Yunnan leben die meisten ethnischen Minderheiten Chinas (2/3 der Chinesen sind sogenannte Han-Chinesen), die sich eine starke lokale Identität bewahrt haben. Tief in den Bergen tragen sie heute noch täglich ihre Tracht und beackern die Felder mit Wasserbüffeln und bringen die Ernte mit dem Korb auf dem Rücken zum Markt (das Handy jedoch griffbereit).

Frauen auf dem Markt

Die Häuser und Dörfer sind einfach und als Ausländer ist man hier noch mehr Attraktion als woanders (aber auf angenehmere Art). Besonders von den Kindern wurden wir schnell umringt, deren „Byebye“ wir noch Kilometer weiter hören konnten :)

Mit Schulkindern im Dorf

Aber genug der Worte, ich lasse Bilder sprechen!

Bis bald aus Hongkong, meiner letzten Reiseetappe :)

Christiane

Reiseinfos China

Flambierter Hund

Ni-Hao,

heute soll es ums Essen in China gehen und reden wir nicht lange um den heißen Hund herum, hier isser:

Hund am Spieß

Ja ich weiß, es ist furchtbar (I did warn you Marjo NOT to read this one) und ich hab mich ernsthaft erschrocken, als ich entdeckt habe, was da flambiert wird – aber ganz ehrlich – darauf haben wir doch alle gewartet, oder? Gesehen hab ich das Ganze in Yunnan im Süden Chinas (mehr zur Region im nächsten Artikel), aber andere Reisende haben auch in Peking Hund auf der Speisekarte entdeckt. :-/

Verhungern werd ich auch in China nicht und wir haben hier schon sehr lecker gegessen (leider auch schon den Magen verdorben), aber empfindliche Menschen wie ich dürfen oft nicht so genau hinschauen, was in Garküchen an der Straße und Restaurants so angeboten wird. Bisher schon gesehen: Seepferdchen und Seesterne, Schlange, Skorpion, Käfer, Würmer, Schildkröte, Frösche sowie generell alle internen und externen Teile aller üblichen Tiere.

Garküchen in Peking

Aus dem Chilli Chicken auf dem nächsten Foto hat ein Reisender beispielsweise zuerst einen Hühnerfuß gefischt und dann den Kopf , der auch noch mit rumschwamm *würg* – zum Glück haben alle darauf verzichtet, den zu essen… (also den Kopf, an dem Fuß hat jemand genagt und ICH war es nicht!!)

Hühnerfuß

Man muss die Chinesen allerdings verstehen, gebeutelt von schlimmen Krisen und Hungersnöten hat man hier einfach gelernt, ALLES zu verwerten. Und um so viele Mäuler zu stopfen (es geht mal wieder um die 1,3 Milliarden), müssen auch heutzutage Unmengen an Lebensmitteln importiert werden. Brachliegende Flächen gibt es hier quasi nicht – außerhalb der Städte findet man entweder tausende von Gewächshäusern oder viele kleine Felder, die von Bauern mühsam beackert werden.

Gewächshäuser

25 Millionen Bäume werden hier jedes Jahr zu 45 Milliarden Essstäbchen verarbeitet – unglaublich.

Gegessen wird hier mit hörbarer Leidenschaft – schmatzend, schlürfend und mit offenem Mund kauend (auch das ist als Außenstehender schwer erträglich). Essensreste werden einfach neben den Stuhl gespuckt (Teppich und Stofftischdecken in Restaurants sind hier undenkbar).

Getrunken wird fast ausschließlich Grüner Tee .

Grüner Tee im Supermarkt

Ich habe ja schon berichtet, dass viele Chinesen permanent eine Glasflasche mit Teeblättern mit sich rumtragen, die dann immer wieder aufgegossen wird (heißes Wasser gehört zur Standardausstattung in jedem Hotel und die Wasserspender an öffentlichen Orten haben ebenfalls immer eine Seite für heißes Wasser).

Als alkoholisches Getränk ist Bier ganz weit vorn und das ist den Deutschen zu verdanken, die Ende des 19. Jahrhunderts die Stadt Qingdao besetzten und unter anderem eine Brauerei gründeten. Hier gibt es ein schönes Werbeplakat dazu:

Bierwerbung

Und weitere Fotos rund ums Essen wieder per Slideshow:

Ich wünsche Euch Lederhosenträgern daheim einen guten Appetit!

Christiane

Nachtrag: Heute hatten wir „tibetischen Buttertee“, seeeehr gewöhnungsbedürftig. Schmeckt und riecht wie Gorgonzola… „Chinesische Medizin“ ist dafür interessant, da Pflaumenschnaps ;)

Reiseinfos China

Alles muss raus! (Igitt)

Liebe Leser, heute wird es ekelig und sensible Gemüter sollten besser nicht weiterlesen (für Fans von Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ könnte es jedoch zu langweilig werden). Aber keine Angst, es gibt zu diesem Artikel nur wenige Fotos und die sind ok :)

Die Chinesen halten sich ja für den Mittelpunkt der Welt und waren sicher mal eine Hochkultur, das ist jedoch schon lange, lange her. Heute kann man ihr Benehmen nur als unkultiviert und EKELHAFT bezeichnen und den Kulturschock im Vergleich zu Japan habe ich auch nach zwei Wochen noch nicht ansatzweise überwunden. Hier mal zwei einleitende Fotos zum Vergleich beider Länder:

Die Japaner (wir erinnern uns):

So schlafen Japaner

Die Chinesen:

So schlafen Chinesen

Und gleich noch eins hinterher, wieder zuerst Japan (die Hightech-Toilette):

Japanische Toilette

Und die Chinesen:

Toilette in China

Ja, auch das ist eine Toilette und zwar eine recht tolle, sie nämlich Türen! Es gibt auch öffentliche Toiletten ohne Türen und mit vernachlässigbaren Zwischenwänden – hat jemand was zu verbergen oder was? Ich glaube, einen „Westler“ hat man noch nicht wirklich in so einer Toilette gesehen, sie kommen nach 0,3 Sekunden wieder rückwärts aus der Eingangstür geschossen…

Jungen Eltern, die keine Lust auf Windelnwechseln haben oder Geld sparen wollen, biete ich das Mitbringen einer chinesischen Babyhose an. Diese lassen den Po gleich frei, so dass Geschäfte spontan an jeder Ecke verrichtet werden können, z.B. auch auf dem Gang eines Reisebusses, wie jemand zu berichten wusste.

Babyhosen mit Lüftung

Dabei sind die Chinesen wirklich SEHR reinliche Leute, die sogar das Körperinnere aufräumen. Und zwar durch intensives Hochziehen von Schleim tief aus dem Rachen, mit anschließendem geräuschvollen Rotzens auf die Straße. Oder halt dorthin, wo man gerade ist – zum Beispiel im Restaurant eines 4-Sterne-Hotels. Dieser Mann am Nachbartisch hat auch gleich noch seine Nase „geputzt“ (Nasenlöcher abwechselnd zuhalten und auf den Boden schnauben).

SAG ICH JA, ES IST ABSOLUT WIDERLICH!!! Nicole und ich schütteln uns abwechselnd vor Ekel und vor Lachen, weil die Situationen oft einfach zu absurd sind. Auch Frauen spucken auf die Straße, ebenso wie rülpsen, furzen und was weiß ich. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass die Asiaten umgekehrt Naseputzen mit dem Taschentuch und das anschließende Rumtragen desselben ekelhaft finden (ausserdem scheinen sie nie schlecht zu riechen und es liegen keine Hundehaufen auf der Straße wie in Berlin.)

Auch die Ohren hält man rein, neben den Teehäusern in Chengdu haben diese Männer mit Grubenlampen und langen Metallstäben ihren Service angeboten:

Ohrenputzer in Chengdu

Wirklich schöne Zähne haben die Chinesen auch nicht – ob sie keine Lust haben, sich beim Zahnarzt im Schaufenster behandeln zu lassen?

Zahnarztstuhl mit Ausblick

Wer zeigen will, dass er was Besseres ist und nicht auf dem Feld arbeiten muss, hat als Frau eine schöne blasse Haut (alle Cremes hier enthalten Bleichmittel). Und als Mann? Trägt man die Fingernägel lang, besonders gern als Taxifahrer. Wenigstens der kleine Nagel steht dann 1cm über die Fingerkuppe (und ist gelb und ekelig).

Last but not least wieder ein Vergleich mit Japan. Während man sich hier anhand von Bodenmarkierungen brav sogar für die U-Bahn in die Schlage stellt, sind die Chinesen eine einzige drängelnde Masse , im Flieger gibt es wahre Wettbewerbe, wer es von ganz hinten zuerst rausschafft und dabei möglichst viele Rempler verteilt. Entschuldigungen darf man natürlich nicht erwarten, das Land des Lächelns ist es hier eh nicht. Man ist nur einer unter 1,3 Mrd. und muss sich ohne Rücksicht auf Verluste seinen Platz erkämpfen.

Um ein Fazit zu ziehen, glaube ich, dass die Chinesen mit ihrem bäuerlichen Benehmen mehr Spaß im Leben haben als die Japaner mit ihren strengen Regeln. Als Tourist ziehe ich die Japaner eindeutig vor. Nichtsdestotrotz möchte ich im nächsten Leben WEDER als Japaner NOCH als Chinese wiedergeboren werden.

Christiane, die gern deutsch ist :)

P.S. Die Chinesen essen natürlich auch wie die Ferkel, aber zum Thema „Essen“ gibt es später noch einen Extrablog…

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Mister Oktober

Wie versprochen beantworten wir heute die Frage, was man außer chinesischen Touristen in China noch so bewundern kann.

Nach Peking hat es uns nach Chengdu verschlagen (Reiseroute). Die Stadt selbst ist mal wieder kein Highlight, es ist eine der 175 (!!) Millionenstädte in China und es gibt fast nur mehr oder weniger hässliche Neubauten und ein paar wenige Altstadtstraßen oder Tempel.

Sehr nett ist allerdings zum Beispiel die Panda-Aufzuchtstation , in der man Große Pandas und ihre kleinen Babys bewundern kann (süüüüüüüß, Foto allerdings nur gegen 50-150 Euro, dafür darf man den Panda dann auch auf den Arm nehmen, aber ob der das so gut findet…?). Da investiert man vielleicht besser in das Panda-Merchandise. Pandas sind in China übrigens angeblich das meistabgebildete Tier und haben den Drachen abgelöst. Es gibt auch Panda-Zigaretten uvm. und die guten Tiere werden gern an andere Staaten verschenkt bzw. verliehen, um sich Freunde zu machen (sogenannte Panda-Diplomatie , das ist wie mit den Frauen und den Diamanten).

Nur 40 Minuten Flugzeit von Chengdu (ein Katzensprung für chinesische Verhältnisse) gibt es inmitten von hohen Bergen die bereits erwähnten wunderschönen Nationalparks mit Namen Huanglong und Jiuzhaigou mit glasklarem, türkisblauem Wasser (besonders schön mit den bunten Herbstblättern). Beide gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe – auf den Bildern wirkt das alles natürlich nur halb so toll, aber wir haben drei Tage nur Ohhhh und Ahhhh ausgerufen (besonders toll fand ich auch die toten Bäume im Wasser, die sich aufgrund der Nährstoffarmut nicht zersetzen). Angeblich gibt es tief in den Wäldern auch noch ein paar wilde Pandas…

Mein größtes Highlight hier ist jedoch ein weiteres UNESCO-Welterbe: Der Buddha von Leshan (etwa zwei Stunden mit dem Bus von Chengdu), der größte Buddha der Welt und besagter „Mister Oktober“ im Geo-Kalender über China, den ich meiner Mutter letztes Jahr geschenkt habe. Das Foto hat mich so beeindruckt, dass quasi die ganze Reiseroute danach ausgerichtet wurde.

Und was soll ich sagen, es ist tatsächlich sehr beeindruckend!!! Der Gute ist 71 Meter hoch und allein der Kopf zehn Meter breit (schaut Euch an, wie klein die Menschen auf den Fotos sind). Er wurde schon vor über 1000 Jahren in den Fels gehauen (um die starke Strömung des Flusses davor zu beruhigen, was auch tatsächlich gelang, aber auch am abfallenden Schutt gelegen haben könnte ;)).

Rund um den Buddha gibt es noch viele, viele andere Buddhas aller Art (z.B. einen 170 Meter langen liegenden, ebenfalls in den Fels gehauen) und tolle Tempel mit diversen Highlights, die Fotos leider erneut nicht widerspiegeln können. Fazit: Wen auch immer es trotz meiner folgenden Blogs zu den verrückten Chinesen nach China drängt, der sollte sich ganz fett „Leshan“ notieren! In meiner Welt-Top-Ten bekommt es auf jeden Fall einen Platz (über die anderen neun Plätze denke ich gerade nach).

Und hier nun wieder die Fotos zur Geschichte:

Eine begeisterte Christiane (das nächste Mal lästern wir wieder über die Chinesen)

Reiseinfos China

Halleluja, da bin ich wieder und habe genug Feldforschung betrieben, um Euch mit einigen Artikeln über China und seine Bewohner zu unterhalten (die Unterschiede zu Japan sollten hier auch recht deutlich werden)!

Wir kommen gerade von einer 4-Tages-Tour aus zwei Nationalparks und es war wirklich atemberaubend schön. Aber bevor Fotos dazu folgen, werfen wir heute einen Blick hinter die Kulissen des mitunter recht anstrengenden Sightseeings in China:

Die Chinesen haben nicht viele Möglichkeiten, ins Ausland zu reisen. Viele Länder verweigern ihnen (laut Aussage eines jungen Chinesen) den Zutritt, da sie vor dem Ansturm von besagten 1,3 Milliarden Chinesen Angst haben (außerdem sicher eine Frage des Geldes und politische Gründe).

Also wo reisen nun 1.300 Millionen Chinesen? Durch China! Und das meist in großen Gruppen, die Reisebusse füllen und so sind alle großen Sehenswürdigkeiten hier auf Massenanstürme vorbereitet, so reihen sich z.B. vor dem Eingang zum Nationalpark Hotels mit 20.000 Betten und FDGB-Heim-Verköstigung (4 Sterne hin oder her).

Du vermisst alte Klassenreisen-Gefühle , so mit abends über die Gänge des Hotels laufen, von Zimmer zu Zimmer rufen, Türen schmeißen? An fremde Türen klopfen und schnell wegrennen (so uns geschehen und wir reden hier nicht von Teenies, sondern Männern über 40)? Dann reise nach China! Es ist wirklich unglaublich ;)

Im Park selbst fahren einen Busse von Fotostopp zu Fotostopp , denn der Chinese läuft nicht gern (sie halten westliche Menschen für besonders stark, weil wir wandern). Dafür hat man dann abseits der Fotostopps auf den Wanderwegen auch seine Ruhe. (Wege heisst übrigens massentaugliche Holzplankenstege und Treppen). Man gibt sich generell sehr viel Mühe mit der Gestaltung, sogar die Papierkörbe sind hier in die Landschaft integriert und sehen aus wie ein Baumstumpf (bzw. wie eine Mauer bei der Chinesischen Mauer oder tempelähnlich usw.) ;)

In Sachen Fotos sind die Chinesen übrigens viel, viel schlimmer als die Japaner. Gern werden fotografiert:

1. Die eigene Person (ein MUSS! Sie sind aber schon gut geübt und schmeißen sich direkt in diverse Posen. Danach wird dann gewechselt und der andere ist dran.) Gern werden dazu auch schnell historische Kostüme übergeworfen.

2. Ein Stein/Schild mit dem Namen der Sehenswürdigkeit.

3. Ein ausländischer Tourist, notfalls im Hintergrund.

4. Die Sehenswürdigkeit selbst (aber eher nebensächlich, gern wird auch mal in die andere Richtung fotografiert oder die Sehenswürdigkeit von den Personen auf dem Bild verdeckt).

In der Slideshow unten ein paar schöne Backstage-Impressionen dazu und ich habe auch mal wieder ein Video gedreht (das dazwischen sind meine Knie, wir lagen gerade so schön am Rande eines „ruhigen“ Sees) ;) Und NEIN, ich folge nicht dem Mann mit dem dicken Po, der war nur zufällig da. EHRLICH.

Außerdem wichtig für den reisenden Chinesen:

1. Ein Schraubglas/Thermoskanne mit Teeblättern, die bei jeder Gelegenheit aufgegossen werden (haben sie aber auch im Alltag dabei und auf dem Flughafen gibt es sogar Automaten mit heißem Wasser, auch gut für Instant-Nudeln).

2. Ein Kartenspiel für abends im Hotel oder auf dem Flughafen.

3. Ein paar getrocknete Hühnerfüße zum geräuschvollen Verspeisen im Bus (aber dazu in einem späteren Artikel mehr).

4. Als Outfit einen schönen Jogginganzug (bevorzugt von Kappa), alternativ Outdoor-Sachen und Wanderstock für die 5m zum Bus.

5. Handy mit schöner Melodie.

Aber hier nun die versprochenen Fotos! (per Slideshow, da ich immer noch die Sperre umgehen muss. Bitte schreibt mir mal, ob das so geht, mir werden hier die Fotos nicht angezeigt. Mouseover sollte die Titel zeigen, per Klick kann man die Fotos auch einzeln anschauen).

…Fotos von Sehenswürdigkeiten folgen dann im nächsten Artikel!

Liebe Grüße sendet Euch Christiane

Reiseinfos China

Rummel in Peking

Ni Hao! Ein großes Hallo aus Peking und heute muss ich besonders schnell schreiben, weil gleich die Polizei ans Hotelzimmer klopfen wird und mich abführen. Denn ich tue gerade Verbotenes und führe 30.000 Cyberpolizisten an der Nase herum. Denn WordPress – und somit mein Blog – befindet sich eigentlich hinter der Chinesischen (Feuer)Mauer und gehört zu den 10% aller Websites, die von der Regierung gesperrt werden (die Seite lädt sich dann nicht). Aber zum Glück kenn ich ja Leute, die sich mit Trust & Safety auskennen ;) Leider fehlen mir jetzt ein paar Funktionen und ich bitte zu entschuldigen, wenn alles ein bisschen komisch ist.

Nun aber zu der großen Frage „Was ist der Unterschied zwischen Japan und China?“ . Also stellt Euch vor, Ihr habt Euch zwei Wochen lang in einem Entspannungsraum aufgehalten, in totaler Stille und Harmonie. Dann öffnet Ihr die Tür und landet: MITTEN AUF EINEM RUMMEL.So ist das hier.

Es ist laut und es ist voll. Es gibt 1,3 Milliarden (!) Chinesen und 16 Millionen davon in Peking (was allein schon halb so groß ist wie Belgien). Und die sind ALLE gerade dort, wo wir sind. Und so schiebt man sich mit tausenden chinesischen Reisegruppen durch die Sehenswürdikeiten. Hier mal ein Beweisfoto (finde die Deutsche!):

Das Kuriositätenkabinett auf diesem Rummel sind natürlich wir, man wird quasi permanent angestarrt und fotografiert („Oh schau, die Ausländerin hat sich gerade am Kopf gekratzt!“ *KNIPS*).

Als weiteren Beweis für das Rummelgefühl noch folgendes Video von ein paar Essensständen, an denen wir uns immer unser Abendessen holen (Am Spieß: Seepferdchen, Skorpion, Fischhaut, Tausendfüßler, Krake, Seidenraupe und Schlange – letzteres haben wir auch mal probiert, ist so ähnlich wie Tintenfischringe).

So wie im Video ist das quasi permanent, für den Chinesen ist Vergnügen gleichgesetzt mit „re nao“ (Hitze und Lärm). Was man leider nicht hören kann, musikalische Untermalung ist gern „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ als Popversion ;)

Wie beim Autoscooter wird dann hier auch Auto gefahren, also quer ohne blinken von links nach rechts, ohne Anschnallen und Licht, bei Rot oder Grün, Hauptsache erster sein!

Nicht die Autos, sondern die vielen alten Kohleöfen sind übrigens Schuld am Smog in Peking – der ist wirklich unglaublich schlimm. Auch hier ein Beweisfoto (es ist nicht etwa in der Dämmerung, sondern mitten am Tag):


Smog über Peking

…wie Nebel hängt der Smog über der Stadt und verstopft Sicht und Atemwege (ob deshalb Gasmasken in unserem Hotelschrank liegen?). Man sagt ein Tag in Peking sei so schädlich wie das Rauchen von 70 Zigaretten…

Aber um auch noch Erfreuliches zu berichten: Wir waren heute bei der Chinesischen Mauer ! Acht von den 6.350 km (die man übrigens NICHT vom Mond aus sehen kann) sind wir gelaufen und zwar ein herrlich untouristisches Stück. Ist schon sehr beeindruckend, was die dort geleistet haben… Dies und noch zwei Fotos hier verbunden mit einem „Hoffentlich bis bald!“ von Christiane :)


Mit Nicole auf der Chinesischen Mauer


Verbotene Stadt


Mao-Tor

Das war Japan!

Liebe Leser (wow, so viele mittlerweile, wo kommt Ihr alle her?),

zum Japan-Abschied sollen Euch vor allem Fotos begeistern, nichtsdestotrotz hier auch noch ein paar wenige Worte von mir :)

Ich hoffe, mein Reiseblog hat Euch nicht nur gut unterhalten, sondern auch Lust auf Japan gemacht. Japan ist wirklich ein faszinierendes Land und es gibt viel zu entdecken – noch viel mehr, als ich in zwei Wochen sehen und hier niederschreiben konnte (ich habe das Gefühl, nur an der Oberfläche Japans gekratzt zu haben.).

Japan ist extrem leicht zu bereisen (alles super organisiert und ausgeschildert) und bis auf Tokio überraschend günstig. Hotelpreise und Tipps zu meiner Route findet Ihr übrigens in den separaten praktischen Reiseinformationen.

Besonders spannend waren für mich die Gegensätze, die man hier erleben kann. Tolle alte Holzhäuser, Tempel und Schreine versus hässlicher „moderner“ Stadtarchitektur mit wild rumhängenden Stromleitungen. Leise Menschen versus lauten Spielsounds in den „Pachinkos“. Gedeckte Farben bei der Kleidung und „Zen“ versus blinkener und sprechender Leuchtreklame. Geschäftsmänner im Anzug versus puppenhafter Geishas im Kimono. Volle Städte versus grüner Berge gleich nebenan. Und und und. Schaut es Euch selbst an!

Hier nun aber ein paar abschließende Fotos (die Auswahl ist mir sehr schwer gefallen!) nebst Beschreibungen. Ein paar meiner persönlichen Highlights finden sich hier wieder, aber Vieles konnte man gar nicht per Bild einfangen und auch nicht beschreiben, das muss man live erleben. Ich war oft sehr überwältigt.

Ich freue mich über Zusendung von eigenen Japan-Highlights und weiteren Gründen, nach Japan zurückzukehren! (Spätestens mit 82 sollte man wegen der weltweit höchsten Lebenserwartung eh nach Japan umziehen ;))

Es hat mir großen Spaß gemacht, für mich und für Euch zu schreiben! Bis demnächst aus China, aber nicht in der Ausführlichkeit (ich bin ja nicht allein und werde meine 20.000 Worte täglich auch anders los ;))

Viele Grüße von Christiane

Sayonara Freunde, arigato Japan! *schluchz*

Ordnung & Sauberkeit

„Na,“, lehnt sich der Deutsche bei der Überschrift zurück, „was wollen die Japaner uns denn zu diesem Thema bieten?

Und da sage ich: ALLERHAND! Denn auch hier sind sie wieder einmal die Weltbesten (aber zum Glück haben wir noch Schloss Neuschwanstein und die Japaner nicht!). Hier die Beweise:

Zugfahren. Ich habe ja schon berichtet, dass der „Shinkansen“ den ICE alt aussehen lässt. Er ist nicht nur supersuperschnell, sondern auch megasauber: Kommt ein Zug von der Hintour an, steht die Putzkolonne (Männer blau, Frauen rosa) schon an den Türen bereit und tauscht in 5 Minuten alle Kopfdeckchen, wischt alle Armlehnen und staubt die Fenster ab.

Im Zug hat man ungelogen vor sich einen Meter Platz (jede Sitzreihe ist zudem um sich selbst drehbar, so dass man auch 4er-Gruppen draus machen kann) und der Service ist fast wie im Flugzeug (schöne, nette Menschen verkaufen gutes Essen). Die Züge fahren regelmäßig, natürlich pünktlich auf die Sekunde und die Anschlüsse passen immer perfekt. Und wenn der Zug einfährt, hält er EXAKT dort, wo es auf dem Bahnsteig markiert ist (inklusive Richtung, in der man sich anstellen soll).

Auch die Straßen sind richtig sauber, nicht ein einziges Mal habe ich hier Müll rumfliegen sehen (dafür aber, wie die Treppe der U-Bahn mit dem Staubsauger gereinigt wurde). Und was bei uns die 30er-Zone, ist hier Nichtraucherzone, geraucht werden darf draußen nur an gekennzeichneten Orten (drinnen meist in extra Bereichen):

Wenn es denn mal regnet (hat nur einmal getröpfelt), scheint man sich hier in allen Läden und Hotels Regenschirme ausleihen zu können. JEDER hat hier dann einen Regenschirm (nicht nur die Regenschirm-Queen Christiane) und damit man dann drinnen nicht tropft, steht am Eingang von Shops und Hotels eine Maschine bereit, die den Regenschirm in eine Tüte packt:

Die Menschen hier sind extrem höflich und leise und man wird nie angestarrt oder dumm angesprochen, obwohl man natürlich auffällt (blond, groß und unmodisch). Als weibliche Alleinreisende weiss ich das sehr zu schätzen. Ich glaube, man könnte sich hier auch mit einem Schlafanzug in die U-Bahn setzen und alle würde so tun, als wäre es das Normalste der Welt.

Alles folgt klaren Regeln. Im Hotel heisst Check-In 15 Uhr auch unverrückbar 15 Uhr (auch wenn das Zimmer schon seit bestimmt drei Stunden fertig ist) und Check-Out 11 Uhr heisst, dass um 11:05 Uhr spätenstens einer mit dem Putzeimer vor der Tür steht. Und rote Ampel ist rote Ampel. Deutscher als deutsch, ich sag es ja!

Und auch das Serviceparadies Amerika kann einstecken. Denn hier gibt es überall unglaublich viele Servicekräfte (das erklärt die unter 4% Arbeitslosigkeit), die in keiner Weise aufdringlich sind, aber sich in Höflichkeit fast überschlagen. Jeder Kauf einer Wasserflasche führt schon zu einem langen Monolog der Verkäuferin, von dem ich natürlich fast nichts verstehe (sowas wie „Herzlichwillkommen-
siewollenbitteeinwasserkaufendankedasmachteinhundertyensiegeben-
fünfhundertdankedasmachtvierhundertzurückdankegerngeschehen-
dankefürihreneinkaufundbeehrensieunsbaldwieder“
) -ich kann natürlich nur ein „Arrigato!“ ins Gespräch einwerfen.

Ich habe mal so ein „Gespräch“ in einem Café aufgenommen (das Bild ignorieren, das ist von meinem Tisch), nur EIN Kunde wird hier bedient, aber erst von der Kassiererin begrüßt (die anderen Servicekräfte folgen quasi im Chor), dann nimmt sie die Bestellung auf und kurz darauf werden andere Gäste, die gerade gehen, von allen verabschiedet. Keine Zeit zum Atemholen!

Der Japaner letztens meinte, das sei alles strenge Vorschrift und selbst in der Nacht, wenn er im Schlafanzug im Laden unten schnell einen Snack holt, würden sie ihn nach seiner Bonuskarte fragen. Und er würde sein Leben nicht so verbringen wollen und möchte sie manchmal anbrüllen (macht er aber natürlich nicht, weil das Gesichtsverlust bedeuten würde).

Tatsächlich stecken hinter der japanischen Höflichkeit strenge Regeln, die es überall im täglichen Leben einzuhalten gilt. Als Tourist habe ich hier natürlich wenig Einblick und weiss nur aus Büchern, dass Hiearchien, Disziplin und Rituale in Japan eine wichtige Rolle spielen und man schon als Kind lernt, sich in der Masse unterzuordnen, zu gehorchen und individuelle Meinung zurückzuhalten (habe noch nie so wohlerzogene Schulkinder gesehen).

Da verwundert es kaum, wenn die Ventile hier ab und zu in der Freizeit geöffnet werden – beim Karaoke, in den Bars, Spielhöllen, verrückten TV-Shows oder beim Sex (in Thailand hat mir jemand von einer thailändischen Prostituierten erzählt, die meinte, die japanischen Kunden wären die schlimmsten.).

Davon bekommt man natürlich als 2-Wochen-Tourist nichts mit und ich habe die Ruhe, Ordnung und Höflichkeit wirklich sehr genossen. Das waren dann auch die abschließenden Worte der letzten Blogblicke hinter die Kulissen Japans, morgen kommt nur noch der Abschiedsbericht :)

Christiane, mit einer Träne im Knopfloch

Reiseinfos Japan

Bommelmützen und X-Beine

Dass Waschmaschinen Socken fressen, weiss man ja, heute allerdings hatte ich am Ende einen blauen und einen schwarzen Socken übrig?! Das erklär mir mal jemand – dass ich die so mitgebracht habe, ist selbstverständlich ausgeschlossen!!

Wenn es so weitergeht, muss ich mir wohl Socken nachkaufen, aber welche sollen es sein?

Die „Füßlinge“ in der Mitte mit Spitze und Schleifen tragen die Mädels hier in ihren Pumps, sieht tatsächlich ganz schick aus (aber wie wir wissen, hab ich ja hier keine Pumps!). Die Socken rechts sind gedacht für die sicherlich sehr bequemen altjapanischen „Flip-Flops“, die man selbstverständlich auch kaufen kann und sich die Welt mal von oben betrachten:

Zu meiner großen Freude sieht man in den Straßen Japans tatsächlich auch Frauen in schicken Kimonos (hier zwei Fotos von einer Hochzeit, die man an den Wochenenden oft in den Tempeln sehen kann)…

… die Japanerin an sich trägt im Alltag aber natürlich andere Sachen (Männer werden in diesem Blog nicht besonders erwähnt, die stecken in den Städten zu 99% im Anzug).

Wer in Japan vorne mit dabeisein will, hat neben gefütterten Stiefeln aktuell Bommelmützen. Ich bin noch nicht so davon überzeugt und das nicht nur, weil hier immer noch heisse 28 Grad sind!

Generell spielt Fashion hier eine sehr große Rolle, vergesst Paris und London! Nirgendwo auf der Welt habe ich bisher eine so große Ansammlung von trendy Outfits und (echten!) Markenhandtaschen gesehen und von Kopf bis Fuß stimmt einfach alles. Dazu gehört natürlich auch ein perfektes Make-Up (die Haut heller geschminkt und mit Rotkäppchenbäckchen). Farblich ist die Kleidung übrigens eher gedeckt – wie schon im Klischeebericht erwähnt, hätte ich das eher gegenteilig erwartet.

In Sachen Trend muss ich mich allerdings mit meinem Reiseoutfit nicht verstecken, denn ich liege gaaaaaaanz weit vorn. Wer in Tokio trendy sein will, reiht sich nämlich in die lange Schlange vor, ja leider wirklich: H&M (ging über mehrere Kreuzungen und wurde von Ordnungskräften organisiert). Endlich wird die ganze Welt gleich aussehen!:-/

Was ich allerdings noch üben muss, ist die korrekte Beinhaltung. Mädchen, die richtig sexy sein wollen, laufen nämlich x-beinig (soll woll unschuldig und niedlich sein, teilweise sieht es aber schon so extrem aus, dass es auch ein medizinisches Problem sein könnte?).

Und ja, es gibt auch viele Mädchen in Schuluniformen ;) Und diverse Leute mit Mundschutz (vermutlich erkältet und sie wollen niemanden anstecken?) und Regenschirmen bei Sonnenschein, damit die Haut schön blass bleibt.

Stylische Grüße von Christiane (die mit den verschiedenfarbigen Socken)

P.S.: An alle Leser vom Newsletter: Irgendwie werden die Absätze in der Mail gelöscht, für ein übersichtlicheres Lesen also am besten zur Website wechseln.

P.P.S.: Was ist denn in Europa los? Der Euro ist hier im Wechselkurs innerhalb der letzten Woche um 20% gefallen… Na ich will es lieber nicht so genau wissen…

Reiseinfos Japan

Oben und unten

Letzte Nacht habe ich mein Bett mit einem jungen Mann geteilt – er lag unten und ich lag oben. Umgekehrt wäre mir lieber gewesen, denn als Ü30 ist es mir zu beschwerlich, die Leiter eines Doppelstockbettes zu erklimmen (hier war nur noch ein Platz im 6er-Zimmer frei, war aber nicht so schlimm, wie gedacht und hat an alte Ferienlagerzeiten erinnert :)).

„Oben und unten“ soll auch das Thema das heutigen Berichtes zum Thema Orientierung in Japan sein, die ist leider nicht immer einfach (nein, auch nicht für Männer!).

Der Japaner an sich fährt nämlich nicht nur auf der linken Seite und liest Bücher und Zeitschriften von hinten nach vorn und schreibt die Wörter meist von oben nach unten (in zwei verschiedenen Zeichensystemen), auch die Straßenkarten sind hier anders.

Es gibt zwar viele Orientierungskarten, aber die sind nicht wie bei uns so ausgerichtet, dass oben IMMER Norden ist, sondern so, wie man gerade steht (Weg geradeaus ist oben), zum Beispiel:

Jetzt ist das zwar auch eine gute Möglichkeit, aber halt ANDERS und smart ist, wer das System schonmal durchblickt hat (Wer sucht schon normalerweise nach dem Kompass auf der Karte?). Und so sehen halt die Karten an jeder Ecke total anders aus und so stehen die Touristen mit Ihre Reisekarten und Stadtplänen vor den Orientierungskarten und neigen die Köpfe nach links und rechts oder machen auch schonmal einen Kopfstand, um sich zu orientieren.

Das zweite Problem: Es gibt kaum Straßennamen, schon gar nicht in Tokio. Das funktioniert dort nach einem dreiteiligen Zahlensystem, das aber auch nirgendwo ausgewiesen ist. Der Lonely Planet sagt, auch die Einheimischen hätten damit ihre Probleme und man solle sich an Wasserläufen und Bahnlinien orientieren. Hotels und Restaurants haben meist eine Beschreibung auf der Seite, wie man am besten zu ihnen findet.

Auch in der U-Bahn in Tokio gibt man sich große Mühe, einem die Orientierung zu erleichtern, so ist z.B. genau ausgeschildert, wo man einsteigen muss (und markiert, wo diese Tür genau halten wird, da muss man sich dann hinten in die Schlange stellen), um welchen Ausgang zu erwischen. Davon gibt es nämlich immer sehr viele…

… und irgendwie kommt man immer in einem Einkaufszentrum raus. Aber erstmal draußen, muss man ja nur auf die nächste Karte schauen (oder einen Fluss suchen), um sich zu orientieren! ;)

Aber wenn etwas ausgeschildert ist, dann meist auch in Englisch und das ist schon ein super Service!

Liebe Grüße von Christiane, die wie durch ein Wunder immer wieder ins Hotel zurückfindet :)

Reiseinfos Japan

Liebe treue Leserschaft,

vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Mails :) Ich bin erfreut, dass Euch meine Artikel gefallen (und keine Angst, spätestens in China geht es nicht mit der Frequenz weiter ;)).

Ein toller Tag liegt hinter mir und so gibt es heute statt eines thematischen mal einen Tagesbericht. Mittlerweile bin ich in Kyoto angekommen (die Stadt mit dem Protokoll) und ich kann mich der Aussage im Lonely Planet nur anschließen „…one of those cities that everyone should see at least once in their lives.“

Kyoto ist die Kulturhauptstadt Japans und hat über 1600 buddhistische Tempel und mehr als 400 Shinto-Schreine (gewidmet anderen Gottheiten) und dazu viele alte Gebäude, was in Japan nicht oft vorkommt, da diese oft durch neue, hässliche ersetzt werden oder vorher im zweiten Weltkrieg, bei Erdbeben/Feuern zerstört wurden (Aber für schöne Architektur und Straßen bekommt Japan generell keinen Preis.).

Nun aber genug der Einleitung! Als erstes führte mein Radl mich heute nach Fushimi-Inari Taisha (danke Nadja für diesen tollen Tipp!). Das besondere an diesem Schrein sind die hunderte (tausende?) von leuchtend orangen Torii (Eingangstoren), die sich kilometerlang durch den Wald schlängeln:

Und endlich auch mal ein Foto mit mir, damit Ihr mir auch glaubt, dass ich wirklich hier bin (die Sonne scheint übrigens bei 26 Grad). Die Torii haben offensichtlich auch noch jemand anderen inspiriert, jedenfalls hat es mich sehr an meinen Besuch von „The Gates“ erinnert, dem ebenfalls sehr beeindruckenden Projekt von Christo & Jean Claude in New York 2005:

In jedem Fall besitze ich jetzt als Souvenir einen Mini-Torii, der dann nach Terminabsprache bei mir zuhause besichtigt werden kann ;) Und hier noch ein paar weitere Fotos von Kyoto:


… das letzte von einer echten Geisha, die ich dann am Ende des Tages gesehen habe (zugegeben nichtdas beste Foto, die anderen Paparazzi haben so gedrängelt ;)). Diese „Personen der Künste“ (keine Prostituierten!) trifft man in Kyoto besonders gut in der Hanamikoji-Straße in Gion, aber auch dort nur zufällig, wenn sie auf dem Weg aus Ihrem Teehaus zu einer Verabredung tippeln. Ich bin noch vier weiteren begegnet und fand es wirklich sehr beeindruckend und interessant, kennt man ja sonst nur aus dem Film (Cindy, das bekommen wir auch hin, der Eröffnung des Teehauses mit deutschem Kartoffelsalat und Schweizer Käse steht nichts mehr im Wege!).

Womit der Kreis des Tages voller Begeisterung sich schließt, wobei das Mittags-Highlight noch erwähnt werden muss, da habe ich mich recht lange mit einem Japaner in einem Park unterhalten, der ein paar Monate in New York gelebt hat und daher sehr gut Englisch konnte. Superinteressante Themen, aber zuviel, um es hier detailliert aufzuschreiben (deutsches und japanisches Essen, Doping im Sport, japanische Höflichkeit und Jahreszahlberechnung, China, Geishas und Katharina Witt, die er um drei Ecken kennt).

Zusammengefasst: Alle einen Stift in die Hand nehmen und Kyoto als nächstes Reiseziel aufschreiben (und Japan im Allgemeinen, ich werde an späterer Stelle nochmal ein Plädoyer dazu halten)!

Ein begeistertes Kürbisköpfchen, äh Christiane ;)

Reiseinfos Japan

Von Sushi bis Kobe-Rind

Entgegen aller Befürchtungen werde ich wohl erst in China verhungern, denn das Essen in Japan ist wirklich sehr lecker und günstig und einige Beobachten zum Thema will ich heute mit Euch teilen :)

Wie findet man zum Beispiel ein Sushi-Restaurant? Das ist ganz einfach, ist ja ausgeschildert:

Wer im Lesen japanischer Zeichen so gut ist wie ich, dem wird oft durch die Auslage im Schaufenster geholfen (echtes Essen irgendwie mit Plastik überzogen, in jedem Fall sieht es immer noch sehr appetitlich aus, auch da sind die Japaner deutschen Mensen und Kantinen wieder mal voraus):

Das Sushi hier ist natürlich ein Traum, von der Frische des Fisches kann man sich sehr gut auf dem Fischmarkt in Tokio überzeugen, hier die Thunfischauktion morgens um 6 Uhr (gut, wenn man eh wegen Jetlags nicht mehr schlafen kann):

Wem zwischendurch nach einem kleinen Oktopus-Snack ist, der wird auch im Supermarkt fündig:

… vielleicht ein kleines Radieschen dazu?

Und zum Nachtisch serviere ich heute einen Hello Kitty-Keks (ja, sie ist einfach ÜBERALL):

Als Getränk gibt es statt Cola lieber grünen Tee aus der Flasche. Oder kalten Kaffee im Becher, in jedem Supermarkt-Regal erhältlich:

Sehr zu empfehlen ist abends natürlich auch Sake, aber besonders warm zieht es mir zumindest echt die Schuhe aus…

Leider muss ich diesen Bericht mit einer Enttäuschung beenden: Der Mythos ums Kobe-Rind (man spricht es übrigens „Kobay“) ist wirklich nur ein Mythos. Die Rinder bekommen kein Bier zu trinken und Kuhmasseure hat hier wohl auch noch niemand getroffen, es handelt sich „lediglich“um eine besonders gute Züchtung. Dazu gehört übrigens auch das Hida-Rind, Genießer verzehren es als rohes Steak (aber ich bin ja Hackfleisch-Vegetarier und habe ganz verzichtet).

In China habe ich allerdings das Glück der Vorkosterin Nicole, die bekanntlich ALLES isst (nicht wahr, alte Meerschweinchen-Verdrückerin?).

Ich habe für Peking auch schon was ganz Feines herausgesucht:

Das Teil auf dem Teller ist KEINE Currywurst, sondern….. ein Seehund-Penis. Es gibt auch die besten Stücke 30 anderer Tiere, falls man hier wählerisch ist. Bei Männern sorgt die Spezialität für gesteigerte Potenz, bei Frauen für gute Haut (Quelle: PM Fragen & Antworten, Oktober 2008).

Guten Appetit wünscht Christiane (aus dem Zug zwischen Takayama und Kyoto)

P.S. Das Hotel preist hier das Buffet an mit “German Potatoes“ – was das wohl ist? Bratkartoffeln?

Reiseinfos Japan

Spielzeugwunderland

Liebe großen und kleinen Kinder,

fast wäre es nicht zu diesem kurzen Bericht aus der Rubrik „Spielzeug“ gekommen, denn nur mit Mühe konnte ich mich aus einem 8stöckigen japanischen Spielzeugladen losreißen.

Wie Ihr Euch denken könnt, hat Japan hier EINIGES zu bieten und hier sind meine heutigen fünf Highlights:

1. Der Hello Kitty-Ventilator (nur knapp gewonnen vor dem Hello Kitty-Mülleimer, dem Hello Kitty-Besteck und der Hello Kitty-Matrioschka):

2. Heiße Barbie-Klamotten. Vergesst Prinzessinnenkleider, in Tokio trägt die Barbie Netzstrumpfhosen, Tarn-Bikini, heiße Unterwäsche und Lackstiefel – und das sind nur wenige Beispiele:

3. Monchichi-Sushi. Der Held meiner Kindheit hat es heutzutage nicht mehr leicht mit Brotverdienen und muss sich als Sushi verkleidet prostituieren. Auf der Karte stehen verschiedene Nigiri (und es gibt auch mehrere Monchichi-Suppen-Varianten):

4. Gemischte Zopfhalter. Was auch immer es gibt an Tieren, Pflanzen oder Lebensmitteln (dutzende!), man kann es sich in die Haare machen:

5. Klarer Gewinner: Der rammelnde USB-Hund. Da muss man jetzt eigentlich nicht viel erklären (er ist halt sehr aktiv oder wie die Werbung sagt „USB meets love“), das Teil hat keinerlei Speicher- oder sonstige praktische Funktion, aber für knapp 7 Euro ist man sicher der Held im Entwicklerteam (Mark, ist es das, was Du Dir gewünscht hast? ;)):

Unglaublich, oder? Und ich habe NICHTS gekauft. Also jedenfalls nichts von oben. Nur ein paar Kleinigkeiten. Die Tier-Aufkleber hab ich wirklich dringend gebraucht. Und den Hello-Kitty-als-Geisha-Fotoapparat-Anhänger auch. VERDAMMT, ICH WOLLTE ENDLICH DAZUGEHÖREN!

Grüße aus dem japanischen Spielzeugparadies!

Christiane

Reiseinfos Japan

Konichiwa,

um es gleich mal vorauszunehmen: ICH BIN SEHR ENTTÄUSCHT!!!

Da zieht man als Deutscher jeden Tag brav sein Dirndl und seine Lederhosen an und kommt nach Tokio und muss feststellen, dass die Japaner offensichtlich NICHT wissen, welchen Klischees sie zu entsprechen haben:

1. Alle Mädchen in Tokio ziehen sich an wie bunte Früchte, Märchenfiguren, Lolitas oder Punks. Gesehen: NULL! Mal abgesehen von einer mageren Handvoll, die man nur sonntags im Harajuku-Bezirk erwischen kann, und einer Band im Park (die ihren Look jedoch offensichtlich dreist von Tokio Hotel geklaut hat ;)). Und hierauf hatte ich mich tatsächlich gefreut! BETRUG! (Zieh ich halt mein Dirndl auch nicht mehr an!)

2. Japanische Männer ziehen nach der Arbeit getragene Damenslips aus Automaten. Gesehen: NULL. Sicher sind diese Automaten auf allen Herrentoiletten, entdeckt hab ich jedenfalls keinen. Dabei hab ich noch auf dem Flug gelesen, dass ein Japaner gefasst wurde, der Damenunterwäsche von Balkonen geangelt hat (in seiner Wohnung waren 500 Stück).

3. Alle Japaner essen permanent kleine Vögel und Tintenfische am Spieß. Gesehen: NULL. Dafür essen sie gern Hamburger, Pizza und Bagels. Gut, Sushi & Co gibt es auch, aber davon ein anderes Mal mehr.

Zum Glück haben sich einige Klischees auch bestätigt (sonst könnte man sich in dieser Welt ja auf rein gar nichts mehr verlassen!):

1. In der U-Bahn gibt es Männer mit weißen Handschuhen, die die Leute in die Bahnen quetschen (bei mir haben sie nur gepfiffen, schönes Quetschen kann man in diesem Video bewundern), Während der Fahrt liest der Japaner gern Mangas, oft mit nackten Frauen drin, tippt auf seinem Handy rum (80% aller Mitfahrer) oder schläft:

2. Der Japaner an sich hängt gern in Spielhöllen rum und wirft silberne Kugeln zu Tausenden in Automaten:

3. In „Love Hotels“ kann man sich tagsüber in der Pause (günstiger) oder nach der Arbeit vergnügen:

Davon gibt es wirklich viele (besonders bei Shibuya). Ich wohne in einem recht schicken Business Hotel und selbst hier kann man die Zimmer stundenweise mieten…

Sayonara und bis zum nächsten Mal, wo es um witzige Entdeckungen im Spielzeugladen geht (freut Euch drauf! :)).

Christiane

Reiseinfos Japan

Ihr Lieben daheim,

denkt Ihr schon „Jetz isse schon drei Tage in Tokio und hat noch nich jeschriem, hatse etwa noch nüscht erlebt?“? Doch hat sie! Aber die ganzen Eindrücke müssen in meinem blonden Hirn erstmal sortiert werden, denn kurze Texte hatte ich ja auch noch versprochen (verdammt!). Also Tokio ist super, mir geht’s gut, die Sonne scheint bei 24 Grad und zu essen gibt’s hier auch genug.

Und hier die ersten Highlights, heute aus der Rubrik:

„Technik, die begeistert“

Auf Platz Nummer Eins kommt hier ganz klar die Hotel-Toilette. Wie das Foto zeigt, gibt es nicht nur diverse Vollwaschprogramme, sondern auch integriertes „kraftvolles“ Duftspray, einen vorgewärmten Sitz und Soundeffekte (Wasserrauschen, sobald man den Raum betritt und auf Knopfdruck ein Spülgeräusch – wirklich nur das Geräusch ohne tatsächliches Spülen – gewünschter Lautstärke. Bitte um Hinweise im Kommentarfeld, wofür man das braucht!?).

(Kleine Ergänzung: Es geht sogar noch besser, und zwar mit eingebautem kleinen Waschbecken über dem Spülkasten, wo dann quasi zeitgleich mit dem Spülen Wasser fliesst und vom Händewaschen dann direkt weiter in die Toilette. Das ist mal praktisch, platz- und wassersparend!)

Platz Nummer Zwei geht an den japanischen Schnellzug. Vergesst den ICE, dieses schnittige Teil kommt kurz vor Achterbahn und trägt den bescheidenen Namen „Maximum Super Express“:

Es wird gemunkelt, man arbeitet schon an dem Nachfolgemodell mit dem Namen „Ultramegagiga Maximum Super Express“ ;)

Last but not least seien heute die Getränkeautomaten erwähnt, die es hier an jeder Ecke und selbst im Nirgendwo außerhalb von Tokio gibt, wie das zweite Foto beweist:

Mehr zum Thema Automaten gibt es morgen in der Rubrik „Wahre Klischees“ (ich hoffe bis dahin noch einen der berühmt-berüchtigten Slip-Automaten aufgespürt zu haben).

Liebe Grüße aus Tokio und Sayonara!

Christiane

Kleiner Nachtrag zum Thema Technik: Das hier ist ein Geldautomat und ja, er macht mir Angst. Bei der Komplexität macht er sicher die Steuererklärung gleich mit und serviert Beruhigungstee, falls das Konto überzogen ist. .

Reiseinfos Japan

Auf geht’s: Japan & China!

Die Sachen sind gepackt und natürlich habe ich nur das Wichtigste ausgewählt! Obwohl, die grünen Pumps sollte ich vielleicht noch…? ;)

Bis 15.11. werde ich also in Japan und China verweilen, drei Wochen davon mit meiner bewährten Reisepartnerin Colle, jipppieh.

Man munkelt, in Asien gäbe es auch schon dieses „Internetz“ und mit kurzen Texten und Fotos werde ich Euch über spannende Erlebnisse auf dem Laufenden halten – und freue micht natürlich über Mails und Kommentare.

Das nächste Mal aus Tokio meldet sich

Christiane

P.S.: Die traurige Wahrheit:

Die grünen Pumps würd ich wirklich gerne…..

Der DaWanda-Virus geht rum!

Der erste virale DaWanda-Spot ist da und natürlich gehört er unbedingt in meine „Lustig“-Kategorie:

Wir sind sehr stolz darauf, denn – ganz DaWanda – alles ist selbstgemacht! Vom Drehbuch über Casting, Kamera, Licht, Schnitt und Vertonung hat das Team selbst zugepackt (gut, wenn der Produktmanager vor vielen Jahren mal Kameramann war!) :)))

Alle, die gleich mal shoppen wollen, finden hier Anregungen passend zum Film:

GeschenkeFür Mama

Kissen

Nichtlustig ist lustig!

Da ich in meinem Blog alles sammeln will, was glücklich macht, darf einer nicht fehlen: Joscha Sauer. Joscha macht superwitzige Cartoons und veröffentlicht sie auf seiner Nichtlustig-Seite oder -Büchern. Schaut unbedingt vorbei und meldet Euch für seinen Newsletter an! Fast jeden Tag bekommt man ein Lachen verpackt in einem Cartoon zugeschickt. Am 8.11. signiert Joscha in Berlin sein neues Buch (Video-Trailer), wer geht für mich vorbei? Bin doch in China!

Zu weiteren Cartoons

Danke, Joscha! (süß und sympathisch ist er auch noch)

Mit 5 Elefanten in Thailand

Das aktuelle Foto oben im Blog stammt übrigens aus meinem letzten großen Urlaub – sechs Wochen Thailand im Herbst 2007. Die ersten drei Wochen davon war ich in einem Wildlife Rescue Center und habe mich als Volunteer um fünf wunderbare Elefanten gekümmert.

„Dieses Schutzgebiet ist der Rettung und Rehabilitation wilder Tiere gewidmet, die zuvor als Haustiere missbraucht oder als Touristenattraktionen ausgebeutet wurden. Viele dieser Tiere haben Behinderungen und koennen daher niemals wieder in die Wildnis entlassen werden. Unser Anliegen ist es, diesen Tieren das beste Leben zu bieten, das in Gefangenschaft moeglich ist, sei es hier oder in einem anderen Schutzgebiet.“

Es gibt hier mehr als 200 Tiere aller Art – von Affen und Vögeln über Krokodil und Tiger bis eben zu Elefanten. Einer von ihnen war zum Beispiel ein Bettel-Elefant in Bangkok, wurde dort im dichten Verkehr vom Auto angefahren und humpelt bis heute…

Zusammen mit den Mahouts haben wir die Elefanten jeden Tag…

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Ich wohne im Busbahnhof

… jedenfalls denkt das hin und wieder ein Berliner und ruft bei mir an, um Auskünfte zu erhalten oder Fahrten zu buchen. Zum Beispiel heute und deshalb nehm ich das als Einleitung für meinen Blog :)

Ich habe diese Festnetznummer seit 1996, also seit 12 Jahren. Aber davor irgendwann, noch vor dem Krieg, hatte diese Nummer wohl der „Omnibusbahnhof am Funkturm“. Die Leute haben das damals in ihr Notizbüchlein geschrieben und glauben immer noch, dass die Welt sich nicht verändert. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, Auskünfte zu geben und vielleicht selbst Busreisen zu organisieren. War mir dann aber doch zu mühsam.

Einschub: Ich erzähle gern von meinen Busbahnhof-Anrufen und zwei Leute konnten meine Erfahrung sogar noch toppen. Einer hatte wohl mal eine ähnliche Nummer wie ein Radiosender. Da riefen dann immer die Leute an und wollten sich Schlager wünschen. :) Die Nummer des anderen haben sie dank eines Zahlendrehers auf den Flyer für eine Bar gedruckt. Er hat Reservierungen angenommen und Auskunft über vergessene Klamotten und Handys gegeben. Auch schön :)

Aber um zum Blog zurückzukommen – hier will ich für Freunde & Familie in der Heimat Nachrichten aus aller Welt hinterlassen und von meinen Reisen berichten. Meist per Flug, manchmal per Bus. Da muss ich dann erstmal den Busbahnhof anrufen, wann der nächste Bus nach Peking abfährt. Mist, besetzt…

;) Christiane